Bestandsdaten bilden die Grundlage für viele operative und finanzielle Entscheidungen. Einkauf, Nachschub, Lagerplanung und Warenverfügbarkeit hängen davon ab, dass die im System hinterlegten Mengen möglichst genau dem tatsächlichen Bestand entsprechen.
In der Praxis ist diese Übereinstimmung jedoch nicht selbstverständlich.
Nicht dokumentierte Warenbewegungen, beschädigte oder falsch verbuchte Artikel, Lagerortfehler, Schwund oder nicht miteinander verbundene Systeme können dazu führen, dass ERP-, WMS- und andere Unternehmenssysteme einen Bestand anzeigen, der von der physischen Realität abweicht.
Je länger solche Differenzen unentdeckt bleiben, desto grösser können die Auswirkungen werden.
Warum Bestandsabweichungen problematisch sind
Zeigt das System beispielsweise an, dass ausreichend Ware vorhanden ist, kann eine Nachbestellung ausbleiben – obwohl der tatsächliche Bestand bereits deutlich niedriger ist.
Umgekehrt können zu niedrig ausgewiesene Bestände unnötige Bestellungen auslösen. Dadurch entstehen zusätzliche Lagerkosten, Kapitalbindung und vermeidbare operative Aufwände.
Bestandsabweichungen können sich unter anderem auf folgende Bereiche auswirken:
- Warenverfügbarkeit
- Einkauf und Nachbestellung
- Lager- und Flächenplanung
- Kundenservice
- finanzielle Bewertungen
- Supply-Chain-Prozesse
- Audit- und Compliance-Anforderungen
Das Problem: Häufig werden solche Abweichungen erst spät sichtbar – zum Beispiel bei einer Inventur, einer internen Kontrolle oder wenn ein benötigter Artikel physisch nicht verfügbar ist.
Inventur allein reicht nicht immer aus
Eine klassische Inventur liefert einen wichtigen Abgleich zwischen physischem Bestand und Systembestand. Sie zeigt jedoch in erster Linie den Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Zwischen zwei Inventuren können neue Differenzen entstehen.
Gerade bei komplexen Warenbewegungen, mehreren Lagerorten oder einer hohen Anzahl an Artikeln kann es deshalb sinnvoll sein, Bestandsgenauigkeit kontinuierlich zu überwachen.
Dabei geht es nicht darum, permanent eine vollständige Inventur durchzuführen. Entscheidend ist vielmehr, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und nachvollziehen zu können, wo sie entstehen.
Bestandsdaten kontinuierlich verifizieren
Der RGIS Inventory Integrity Twin schafft eine kontinuierliche Verifizierungs- und Governance-Ebene zwischen physischem Bestand und Unternehmenssystemen.
Durch regelmässige Kontrollen und den strukturierten Vergleich von physischen Beständen mit Systemdaten lassen sich Abweichungen früher erkennen, Muster identifizieren und problematische Prozesse gezielter analysieren.
So kann sichtbar werden,
- welche Artikel besonders häufig Abweichungen aufweisen,
- an welchen Standorten Differenzen entstehen,
- und wie sich die Bestandsgenauigkeit über die Zeit entwickelt.
Gleichzeitig entsteht eine nachvollziehbare Dokumentation darüber, wann ein Bestand geprüft wurde und welche Abweichungen festgestellt wurden.
Bestandsgenauigkeit als laufenden Prozess verstehen
Je stärker Unternehmen ihre Entscheidungen auf digitale Bestandsdaten stützen, desto wichtiger wird es, diese regelmässig mit der physischen Realität abzugleichen.
Denn ein System kann nur dann eine verlässliche Entscheidungsgrundlage liefern, wenn die darin enthaltenen Informationen tatsächlich stimmen.
Kommt es auch bei Ihnen vor, dass Systemdaten und physischer Bestand voneinander abweichen? Erfahren Sie, wie der RGIS Inventory Integrity Twin Bestandsabweichungen frühzeitig sichtbar macht und zu verlässlicheren Bestandsdaten beiträgt.